Mauer-Maler

22. Juni 2009

Auch die Minimonster malen fleißig auf dem Stein…

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Von der Skizze zum Bild

8. Juni 2009
IMG_0001 Gemeinsam mit den Kindern haben wir überlegt, welche Sehenswürdigkeiten unserer Stadt auf dem Stein zu sehen sein sollen.
Dafür haben wir zuerst kleine Skizzen auf Papier gezeichnet und sie dann auf Folie übertragen. Mit dem OH-Projektor haben wir sie dann auf den großen Stein projiziert um sie so zu übertragen.
IMG_0636 Mit viel Freude und Eifer bemalen die Kinder unseren Stein.

An der Bornholmer Brücke

8. Juni 2009

Ich saß mit meiner Freundin bei einem Glas Wein, als wir in den Nachrichten erfuhren, dass die Mauer offen wäre. Wir sind sofort zur Bornholmer Brücke gelaufen und da sahen wir, dass alle Menschen mit Trabbi und zu Fuß über die Brücke kamen. Wir waren auch ganz froh darüber, denn es war ein einmaliges Erlebnis. Wir standen bis in den Morgenstunden da und feierten mit den Leuten. Es gab Sekt und Bilder mit den Vopos*, was bis eben noch gar nicht möglich gewesen wäre. Wir sind auch „rüber“ gegangen, standen aber immer mit einem Fuß im Westen – denn so ganz haben wir der Sache nicht getraut. Wir haben nicht geschlafen sind gleich zur Arbeit gefahren und dort gab es nur ein Gesprächs Thema: „Die Mauer ist offen“…

Lustig war noch, dass ich am nächsten Tag nach der Arbeit wieder zur Bornholmer Brücke gefahren bin und mich vergewissern wollte, ob die Mauer wirklich offen ist. …

(* Vopos: war die umgangssprachliche Bezeichnung für die Volkspolizisten in der DDR)

J.R.


Leere Straßen am 10. November 1989

8. Juni 2009

„Ich habe früh geheiratet und wie in der DDR üblich, relativ jung zwei Kinder geboren. Politisch habe ich mich nicht engagiert, meine Interessen galten meiner Familie und meinem Beruf.“

Dann kam der 9. November 1989….

„Am nächsten Morgen bin ich mit meiner Tochter zum Arzt gegangen. Schon auf dem Weg dorthin fielen mir die leeren Straßen auf und auch in der Kinderarztpraxis war es leer. Hierher hatten sich nur zwei Mütter mit ihren Kindern verirrt. Das machte mich schon etwas stutzig, wartete man sonst doch mindestens zwei Stunden. Selbst diese außergewöhnliche Situation brachte mich nicht weiter zum Nachdenken und die Pressekonferenz vom Vorabend hatte ich nicht mehr im Kopf.“ …
I.S.